Erlebnisbericht 1/5

Bekenntnisse eines Ehemaligen Offiziers der Stasi

Ich habe immer wieder versucht Texte einzufügen, die mir beim Schreiben einfallen und die ich unbedingt hinzufügen sollte. Ich überlege dann, wo es hineinpasst und verliere dadurch aber den Zusammenhang. Jetzt habe ich die Nase voll und versuchs mit einer Einleitung.
Also, es ist nehmlich so, dass es zu den ganzen Ereignissen der Wendezeit aus der Sicht eines Stasischweines noch einiges zu schreiben gibt.
Denn die einen sagen ja heute, die Wendezeit begann mit den Montagsdemos in Leipzig, andere sagen, es begann mit der Flüchtlingswelle in den Botschaften. Ausgangspunkt dafür, damit das überhaupt klappen konnte, waren aber die veränderten gesellschaftspolitischen Bedingungen in den Ländern wie Ungarn oder CSSR, aber noch wichtiger und davor lagen Veränderungen in der UdSSR unter Gorbatschow. Also, wo will man anfangen, warum gabs die Mauer überhaupt. Eigentlich war Hitler daran schuld. Und vor Hitler?.
Es ist also völlig klar, es gibt keinen Anfang. Wie in der physikalischen Realität, so auch der Gesellschaftspolitischen. Genauso schwammig verhält es sich auch normalerweise mit den objektiven Einschätzungen zur Wendezeit. Die unten genannten RT (Rollkragenträger) und SU (Schlipsumbinder) sind zu objektiven Einschätzungen nicht in der Lage, das beweisen sie bis Heute.

Also ganz bestimmt wichtig ist die Feststellung völlig unzutreffend, das das Volk die Revolution wollte. Genauso wie es den Demonstranten in Leipzig und anderswo natürlich niemals mit ihren Chorrufen „Wir sind das Volk“ bewusst sein konnte, das sie allein das Volk sind. Das war ein ganz normaler und auch logischer Schlachtruf, der als Massenphänomen bekannt ist. Denn die Leipziger und andere Demonstranten haben sich selbst niemals angemaßt, das Volk der DDR zu sein. Wie denn auch, um Gottes Willen. Bei aller Achtung und Anerkennung dieser Demos, aber es war doch immer nur ein kleiner, wenn auch entscheidender Prozentsatz des Volkes, oder etwa nicht. Lüge ich da wie ein Stasischwein. Mit den Wahlen, egal wo, ist es genau so. Z.B, die Sachsen haben CDU gewählt, oder auch meinetwegen die Deutschen. Das stimmt einfach nicht. Es ist doch ganz einfach, Wähler abzüglich Nichtwähler, mal % ergibt Wahlergebnis, oder etwa nicht.Dann kann man eine Einschätzung treffen.
Genauso in der damaligen DDR. Zuhausegebliebene minus Demoteilnehmer ergibt auch TEIL des VOLKES Nun gab es damals mit Sicherheit viele DDR Bürger die sozusagen den Demonstranten die Arbeit machen ließen und bequem zu Hause blieben. Und jetzt kommts, ihr RT und SU, und da weiß ich von was ich schreibe, und nur ich, ihr keinesfalls, auch wir Stasischweine (SS) waren an Veränderungen interessiert. Denn aufgrund der Veränderungen in Europa, blieb uns überhaupt kein Urlaubsreiseland mehr. Auch nicht Kuba, wie manche immer gedacht haben. Denn auf dem Weg dorthin überflog man ja Feindesland, also tabu für SS (nochmals: d.h. Stasischweine)Die obige Einschätzung zum Volk trifft übrigens auch auf die Geschehnisse aller anderen Länder auf dieser Welt zu. Also ganz aktuell Libyen. Natürlich muss der Diktator weg und um das dort zu realisieren mußte erst ein Volksaufstand her. Wie in der DDR. Aber in der DDR gab es keine Toten. Und warum nicht. Naaaaaaa?. Genau, einerseits lag das am besonnenen handeln der Revolutionäre, aber auch daran, und darauf lege ich Wert, das es keinen Schießbefehl gab.Das war aber doch nicht etwa auch das Verdienst der RT und SU, oder? Nein, es war die Regierung und auch die SS.
In Libyen gab und gibt es Tode. Und warum, naaaaaaaa?.Genau, weil Gaddafi den Verlauf anders wollte als die damals verantwortlichen der Modrow- Regierung . Da können die Revolutionäre noch so friedlich sein, wenn es die Seite nicht will, die die Waffen haben, geht’s nicht. Ganz einfach. Übrigens ist es aber in Libyen so, das auch die Anhänger Gaddafis Menschen sind, auch seine Soldaten sind welche, wenn ich mich nicht irre.Genau wie im Irak, als man sich rühmte die dortige Armee zerschlagen zu haben, starben viele Tausende Soldaten, waren das nicht auch Menschen, scheinbar nicht.Wie auch die vielen Fehlmeldungen zum damaligen Jugoslawien usw., das ist wieder ein Thema ohne Ende. Jetzt bleibt nur zu hoffen, das die Medienkampanien gegen China erfolglos bleiben. Denn wenn dort die Wühlattacken des Auslands mal erfolgreich sein sollten, dann Gnade uns Gott. 1,5 Milliarden Menschen im Bürgerkrieg. Ist das denn wirklich die Wunschvorstellung der RT und SU von heute.Sind die denn in der Tat so bescheuert, das diese Klugscheisser nicht begreifen, das man den verantwortungsbewussten Politikern einem solchen Riesenvolkes nicht ins Handwerk pfuschen darf.
Wer soll denn sonst dieses Riesenvolk ernähren,etwa eine für dortige Verhältnisse unfähige Demokratie. Natürlich könnten die dortigen Machthaber viel mehr für ihr Volk tun. Aber will man denn tatsächlich dort lieber ein Heer von Toten und Hungernden als Einschränkungen der Freiheitsrechte hinzunehmen.Also Pfoten weg. Lest einmal die Werke von Platon, dann wisst ihr wie es lang gehen muss.Na gut, ich als SS mach mir Sorgen um die Menschheit, das geht doch wohl gar nicht.
Wenn ich im Folgenden von Rollkragenträger (RT ) von damals und von Schlipsumbinder (SU) von heute schreibe, dann ist wohl klar, wie ich die Rolle mancher Personen einschätze, die uns zur Wendezeit hätten lieber am Baum baumeln sehen. Jetzt mal eine ganz klare Analyse dazu. Und es für jederman ganz leicht zu kontrollieren ob ich richtig damit liege. Es lässt sich jederzeit aus den bekannten Daten belegen. Dieses Thema beschäftigte mich heute /April 20011,( das weiter unten stehende wurde ja von mir einige Jahre vorher geschrieben)/ noch so sehr, dass ich zum Schreiben dieser Einleitung bereits um 3.00 Uhr Heute Nacht aufgestanden bin.Eine Revolution bereitet sich ja immer vor. Also die revolutionäre Situation meine ich. Und das waren bekanntermaßen die herrschenden politisch und ökonomisch untragbar wertenden Bedingungen im real existierenden Sozialismus ( was immer das sein soll).Damit wurde dann auch die Wendezeit eingeleitet. Wann fängt denn eigentlich eine Wendezeit an??.Aber es ist bekannt, dass sich 1989 Menschen zusammenfanden, die Anfangs mit einer 1. ungenehmigten Parteigründung SPD einen Politikwechsel erreichen wollten.
Diese Informationen erhielten wir Stasischweine ( SS) während einer Dienstversammlung. Uns war natürlich auch die brisante Situation durch die Flüchtlingswellen bekannt und das der Druck auf die Partei und Staatsführung der DDR zunahm. Dazu kam, dass wir auf keinerlei Unterstützung seitens der UdSSR mehr verlassen konnte. Wie war nun die Reaktion der Partei und Staatsführung auf die sich erkennbarmachende Revolutionäre Situation. Na klar, zuerst wurden dümmliche Versuche unternommen, die Demonstrationen durch Handgreiflichkeiten von Polizei und Stasi zu verhindern (Man wollte die Zeichen der Zeit nicht erkennen , oder war besser gesagt, man war nicht in der Lage dazu) Aber diese Einschätzung trifft nicht für alle damals handelnden Personen zu. Die Zeichen der Zeit erkannten z.B. einerseits Vertreter der RT (Rollkragenträger) und SU (Schlipsumbinder), sowie Vertreter von Kirchen und die gewählten Chefs der neugegründeten Parteien wie SPD, DSU, Neues Forum, Demokratie Jetzt, Demokratischer Aufbruch und Andere. Diese Parteien repräsentierten die revolutionäre Seite:
An der gegenüberliegen Seite des Runden Tisches saßen die Vertreter der damaligen Regierung unter Hans Motrow. Er war zu dieser Zeit stets ein gefeierter Gast bei Talkshows oder anderen Fernsehsendungen, mehr als alle anderen, das gibt aber nur zu, wer ehrlich ist. So, jetzt gibt es aber auch noch eine weitere Wahrheit, die aber bei den RT von damals und SU von heute überhaupt keine Rolle spielen, weil unangenehm: Es stellte sich heraus, dass die von ihnen selbst gewählten Chefs ihrer eigenen Parteien z.B. Ibrahim BOHM und Wolfgang SCHNUR, beide IM des MfS waren. Unfein oder nicht, ist völlig Wurst. Es ist Fakt. Und warum? Na ihr RT und SU, etwa um die DDR wieder zu stabilisieren?.Das wäre ja zum Lachen, oder. Dann schaut euch doch mal deren Aktivitäten am Runden Tisch an.Es waren dort diejenigen, die mit die weitgehendsten Forderungen an die Modrowregieung stellten, Sie gehörten aber auch zu den besonnensten der damaligen Zeit und haben mit Sicherheit schlimmeres verhindert. Natürlich neben der damaligen Modrowregierung. Jetzt kann man darüber denken wie man will, es ist Fakt. Das Schicksal beider Akteure, also SCHNUR und BÖHM von damals ist bekannt. Der eine wurde zunächst als Politstar und evt. Ministerpräsident gefeiert, dann als IM enttarnt. Er starb mit 55 Jahren völlig unrühmlich an den Folgen von Alkohol und der andere beendete auch vorzeitig seine Karriere. Macht ja nix , war ja nur ein SS. Keiner spricht mehr von den genialen Auftritten dieser Beiden am Runden Tisch. Ich möchte ja gar keinen direkten Zusammenhang zwischen Stasi und deren Aktivitäten damals am Runden Tisch herstellen, also ob deren Auftreten damals von SS so gesteuert war. Wenn ja, warum. Wollten wir Verbrecher etwa auch die Wende.
Bei Bewertungen muss man immer vom gegebenen Moment ausgehen und niemals hinterher das kann jeder Idiot und natürlich die Historiker, aber wenn die sich einschalten da ist schon alles zu spät. Denn keiner ist zu solch gravierenden Falscheinschätzungen und Fehlurteilen fähig wie unsere Gutachter. Jeder kennt die peinlichen Auftritte der Wirtschaftsweisen , Terrorismusexperten, Klimaforscher, oder in jüngster Zeit die Atomchaosexperten. Das entspricht aber Haargenau dem scheinheiligen Demokratiegequatsche von Informationsbedarf und Medienfreiheit. Bei dieser Gelegenheit wäre es doch mal interessant zu wissen, warum wir in unseren Medien nie,nie,nie einmal die offizielle Meinung z.B. eines chinesischen Regierungsmitgliedes zur Begründung ihrer Politik kennenlernen können. Oder genauso die der iranischen Staatsführung. Aber nicht nur Auszüge die passen, sondern alles. Damit man sich mal ein reelleres Bild machen kann. Der Ehrlichkeit halber muss gesagt werden, dass es in Deutschland gute Dokumentationen zu China gibt, die sich sehr bemühen, Realitätsnah zu berichten.So bescheuert sich das folgende vielleicht auch lesen mag, aber zum Inhalt meines Fachschulstudiums an der Hochschule Potsdam gehörte es unbedingt, dass man sich zur Bewertung eines Sachverhaltes, ganz gleich aus welchem Bereich, immer die subjektiven objektiven Seiten dieses Sachverhaltes anschauen muss, wenn man eine Wertung treffen will.
Das war auch für die Tätigkeit eines SS notwendige Voraussetzung. Dazu schreibe ich aber noch mehr am Schluss meiner Ausführungen.So, das müßte eigentlich als Einführung genügen.

G.K

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