Erlebnisbericht 2/5

Schuldig oder nicht schuldig

Immer wenn ich dieses Wort irgendwo lese, daran denke oder mich damit beschäftige, stelle ich mir die Frage: was habe ich damit zu tun. Ich bin jetzt seit September 2011, 64 Jahre auf diesen Planeten und meine innere Zerrissenheit wird mit jedem Jahr größer. Deshalb muss ich manchmal, besonders oft in letzter Zeit, auch Nachts um 2, 3 Uhr aufstehen, mich an meinen Rechner setzten und schreiben. Und zwar solange bis ich wieder atmen kann. Manche würden ja gern sagen, ja, es ist dein schlechtes Gewissen , das dich nicht schlafen lässt. Du hast es nicht anders verdient. Tut mir leid, jetzt muss ich etwas schreiben, was vermutlich alle SS (Stasischweine), aber auch die allermeisten Nazigrößen aus vergangenen Zeiten, also auch nachweislich solche, wie Göring, Goebbels und Andere, von sich behauptet haben: Ich gehöre nicht dazu.Und das ist es, was mich beschäftigt, Tag und Nacht. Und jetzt sagen wieder die Klugscheißer RT und SU(Rollkragenträger von damals und Schlipsumbinder von heute) Endlich mal einer, dem sein Gewissen plagt, der wegen seiner Verbrechen Reue zeigt und wenn der sich noch nachträglich an einen Ast hängt, dann wissen wir es ganz genau, das war ein echtes Stasischwein (SS). Es tut mir wieder leid. Ihr könnt das nicht verstehen. Aber ich sage es hier in aller mir möglichen Deutlichkeit:
Ich persönlich habe nie und nimmer jemals einen Menschen bewusst geschadet.
Ich weiß, jetzt schalten die Geschichtsschreiber und Aufarbeiter von heute völlig ab und gehen auf stur,nach dem Motto: wieder einer von denen die sagen: alles nur Befehle, ich habe von nichts gewusst. Aber, ihr Volltrottel, darum geht’s doch gar nicht. Ich erkläre es jetzt einmal ganz langsam. Das dauert aber dann auch entsprechend. Also..... Warum ich ein solcher Mensch geworden bin erkläre ich weiter unten, aber warum das alles dazu kam ist noch viel wichtiger. Wie weit wollen wir zurückgehen, oder , wie weit müssen wir zurückgehen.
Denn es wird doch wohl keiner mit mir rumstreiten, wenn ich behaupte,dass die Entstehung des soz. Weltsystems, sagen wir ab 1946, nicht auf meiner Veranlassung hin geschehen ist. Und auch nicht später die daraufhin aufbauende DDR Diktatur, von mir nicht beeinflusst wurde. Das geht aber noch viel weiter. Die Chefin der Linkspartei wurde ( natürlich zuallererst ) von einigen verblödeten CDU Mitgliedern dafür fast an den Pranger gestellt, als sie sagte, dass der Mauerbau 1961 eine indirekte Folge des II. Weltkrieges war.
Es langt gar nicht viel an, nur ein wnig nachdenken und man muß dem zustimmen. Aber nein, man wollte das natürlich zuallererst den Kommunisten anhängen
(Ulbricht, später Honecker Krenz, welche allerdings niemals echte und ehrliche Kommunisten waren , wie auch Stalin nicht und viele andere,usw.)
Natürlich waren die Ergebnisse des 2.Weltkrieges die Ursache für die Teilung Deutschlands , das weiß doch jeder Idiot.Also war indirekt Hitler daran schuld. Wenn man so will, ja. Aber eigentlich auch nicht, denn wer hat Hitler in den Sattel gehoben. Na? Merkt jemand etwas?. Wie weit müssen wir zurückgehen, um einen Schuldigen für die ganze Scheiße zu finden. Es steht damit doch eindeutig fest: Jede Wirkung hat seine Ursache. Das Stasischwein (SS) also ich, bin die sogenannte Wirkung (Offizier des MfS) einer Ursache ( Frage: von was)
Also wer oder was die Ursache für Hitlers Sattelheber. Merkt ihr was? Die Geschichtsschreiber und Verfälscher natürlich nicht, aber die ehrlichen, einfachen Menschen wissen was ich meine. Aber wie weit müssen wir denn da zurückgehen, hat denn niemand schuld........
Müssen wir denn da nicht alle Geschichtsverbrecher frei sprechen. Denn indirekt ist es doch so, das auch ein Hitler das Produkt vorausgegangener geschichtlicher Ereignisse war. Oder etwa nicht! Ich habe dessen Buch „Mein Kampf“ gelesen ( Aha, deswegen SS).Er hat es bestimmt mit dem gleichen Vorsatz geschrieben, wie ich das Meinige. Also will sagen, in einer ehrlichen Absicht aufzuklären.Ich muss aber sagen, dass ich nur den ersten Teil gelesen habe. Denn ich suchte nach einer Begründung, warum Hitler so geworden ist, wie er es wurde. Und wer nicht so hirnverbrannt ist wird in seinem Buch einiges dazu finden.
In diesem Buch gibt es ja für ehrliche Leser auch eine ganze Menge menschlicher Züge Hitlers zu entdecken. Allerdings wieder nur für jene, die dies sehen können oder wollen. Es gibt ja einem Vielzahl von Dokumentationen über Hitlers wirken, ich bin mir dabei aber nicht ganz sicher, ob man das weggelassen hat, was Hitler als Mensch gekennzeichnet hat. Ich lache mich immer kaputt, wenn nach einer Wahl in Deutschland alle gewählten Abgeordneten eines Plenums zur Gesprächsrunde geladen werden. Kommt dann ein gewählter Abgeordneter der ganz rechten Partei dazu gehen alle anderen einen Schritt zurück, so als wäre es wirklich die braune Pest und es droht Ansteckungsgefahr. Oberwitzig und dumm. Das gleiche trifft auf Einschätzungen von CDU Politikern zu, die sich zu solch dümmlichen Wahlergebniseinschätzungen hinreisen lassen wie: Die Berliner Wählerinnen und Wähler wollten die ROT/ROTE Regierung nicht mehr. Das ist eine Beleidigung derjenigen Wähler die, die Linkspartei gewählt habe und auch für die, die gar nicht wählen waren, also fast die Hälfte aller Berliner Wähler. Diese Menschen zählen gar nicht für diese arroganten Oberwichser.
Aber bevor ich mich jetzt auf zu dünnes Eis begebe, such ich lieber wieder nach Ursachen, warum ich so geworden bin, wie ich bin.Eigentlich suche ich danach, warum wir Menschen so geworden sind , wie wir sind. Es heißt immer, die Zeit heilt alle Wunden. Das stimmt, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. In dem Moment, wenn ich intensiv über bestimmte, wichtige Ereignisse meines vergangenen Lebens nachdenke, die einen Wendepunkt in meinem Leben darstellten, dann tut das heute, je nach dem was das damals war, mitunter sehr weh ,manchmal sogar mehr weh als es damals war. Ich verstehe jetzt umso besser, wenn von traumatischen Ereignissen die Rede ist und diese Betroffenen z. B. in Tränen ausbrechen, wenn sie von Ereignissen berichten die sogar 60, 70 Jahre zurückliegen können.
Vieles wirkt heute schmerzhafter als am Tage des Ereignisses. Ich rede jetzt nicht vom Tode eines Menschen. Diese schmerzhaften Gefühle kann man nicht mehr zurückholen . Denn eine Rückerinnerung hält meistens nur für kurze Dauer an. Bis zum erneuten Erinnern.Komischerweise schmerzt eine verflossene Liebe und die Erinnerung daran mehr, als ein schlimmes Ereignis.Aber die Summe aller Ereignisse bildet die Person, die wir heute sind. Dazu könnte man von kleiner Evolution sprechen. Also jede Furche im Gesicht hat seinen Grund, jede verflossene Träne, auch die Gegenwärtigen fließen aus einen ganz bestimmten Grund.Sie sind keinesfalls das Ergebnis eines Freien Willens. Sie bekleiden uns wenn wir leiden, oder fröhlich sind . Manchmal kommen die Tränen wenn wir es wollen, aber meisten weint man ohne Freien Willen. Je älter man wird umso leidensfähiger werden wir.

Ich war früher ein Mensch der nach einstudierten, materialistisch-dialektischen Lebensweisen gelebt hat. Meine jetzigen Denkweisen habe ich eindeutig der Nachwendezeit zu verdanken. Was Karl Marx über Geldwertbeziehungen, Kapitalismus und dem wahren Sozialismus/Kommunismus geschrieben hat ist meiner Meinung nach absolut richtig. Allerdings hat sich meine Einstellung zur Frage des Seins und Bewusstsein völlig verändert. Auch die Frage der Evolution sehe ich heute total anders.Vieles was die Wissenschaft als die Wahrheit erkennen will, wird sich als total falsch herausstellen. Aufgrund meiner sehr bescheidenen finanziellen Möglichkeiten zwingt mich mein Nichtfreier Wille dazu ,mein Urlaubsziel im nahegelegen Wald zu verbringen. Was ein Glücksfall für mich bedeutet. Ich nehme meine Hängematte mit und denke dann über viele Dinge des Lebens nach. Das tut gut. Aber nicht so gut, das ich alles in mir leitende überwinden könnte. Aber wer weiß für was das noch gut ist.
In diesem Sinne geht’s mit unten 1. weiter.

    1. Für Was und Wofür ich mich entschuldige und für Was u. Wofür nicht.
    2. Einteilung in Kategorien
    3. Wer ich bin
    Zu dieser Rubrik gehört das wichtigste Ereignis meines Lebens, was ich später schildern werde
    4. Warum tu ich mir und anderen das an
    5. Zu Punkt 5 Dialog mit einen Opfer
    6. Um Punkt 4 zu erklären, schildere ich einige Erlebnisse

Zur Einleitung
Ca. 1% der Bevölkerung der DDR wurde durch uns überwacht.
Ca. 1% der Bevölkerung der DDR hat mit uns zusammengearbeitet
(davon ca.80% freiwillig, 20% aus anderen Gründen).
Ca. 98% der Bevölkerung hatte mit uns keine Probleme und wir keine mit ihnen.

Nur noch mal ganz kurz zur Prozenteinschätzung.
Die obige Statistik ist mit Sicherheit nicht exakt, wie denn auch, ich hatte keinen Zugang für eine diesbezüglich genaue Auswertung. Aber es trifft es ungefähr. Es ist jedenfalls immer noch exakter, als z.B. alle getroffenen Einschätzungen zu durchgeführten Wahlen oder Demonstrationen aller Art seit der Wendezeit.
Nur einige Beispiele:
"Wir sind das Volk". Hierbei muss man sich doch mal die Frage stellen dürfen, wie sich das Volk einer Nation zusammensetzt. Gehörten zur Wendezeit zum Volk der DDR nur die Menschen, die auf den Straßen in Leipzig, später in den Kreisstädten und Berlin demonstrierten? In meiner Kreisstadt waren es an zwei Wochenenden jeweils ca. 5.000 Menschen. Bei einer Einwohnerzahl des damaligen Kreisgebietes von ca. 85.000 Menschen sind das ungefähr 6% der Bevölkerung und in der ganzen DDR durchschnittlich 10%. Das muss natürlich respektiert und beachtet werden. Aber ich darf doch wohl zurecht feststellen, dass man keinesfalls als Alleinvertreter des Volkes der DDR sprechen kann, oder?
Auch bei der "1. Freien Volkskammerwahl wählten die Ostdeutschen mit überwältigender Mehrheit CDU"
oder, "Die Sachsen wollen von der CDU regiert werden", usw.usf.
Oder aus der jüngsten Vergangenheit:
"Die Wähler wollten die große Koalition."
Selbst wenn ich mit meiner obigen prozentualen Einschätzung ein wenig daneben liegen sollte, zu solch abwegigen Schlussfolgerungen betreffs Wahlverhalten der Deutschen zu kommen, ist schon abenteuerlich. Nehmen wir 70% Wahlbeteiligung und davon die Mehrheit für die CDU, also ca.55%, dann sind das wie viel % vom Deutschen Wählervolk? , na?, genau...ca. 37%. Und das trifft für alle fatalen Fehleinschätzungen zu, wie u.a. eben auch "Wir sind das Volk, das Volk der DDR wurde tyrannisiert, verfolgt, bespitzelt" usw.
Ein bisschen was wahres ist immer daran, aber mehr wirken immer die Lügen, das groteske, das schreckliche, das gruselige, ein bisschen Horror usw. Ebenso die Schlussfolgerung der Politikführung Deutschlands zur letzten Wahl: Die Deutschen Wähler wollten die große Koalition. Wie geht das denn? Ich habe nichts von einen Aufruf gehört, wo mitgeteilt und organisiert wurde, dass so und soviel Wähler CDU und so und soviel Wähler SPD wählen sollen. Noch aufwändiger war es bestimmt, festzulegen, wer die kleineren Parteien wählen sollte, damit auch wirklich nichts schief gehen kann mit der Gossen Koalition. Was mich seit der Wendezeit bis jetzt sehr bewegt hat ist die Frage, gab es eine Siegerjustiz.
In vielen Auseinandersetzungen mit "Artgenossen", Sympathisanten usw., kam ich zu der Überzeugung, nein, die gab es nicht. Zumindest seitens der Westjustiz nicht so gewollt, wie es mit Sicherheit die ostdeutschen Siegerreformisten gern gewollt hätten und auch gefordert hatten. Das es also nicht zu schlimmen Schauprozessen gekommen ist, muss ich schon gerecht erweise der objektiven Sichtweise westlicher Rechtsauffassungen zugestehen. Ebenso verhält es sich mit der Problematik der "Zwangsvereinigung".
Das ist ja absoluter Quatsch. Warum sollte mich bspw. eine Frau zum Sex mit ihr zwingen, wenn ich schon so lange auf eine derartige Gelegenheit warte? Die Siegerreformisten bedauerten lediglich, dass sie uns, die Verbrecher, in die Einheit mitnehmen mussten. Aber entgegen allen Erwartungen sage ich es jetzt:
"Es ist uns auch nicht schwergefallen"
Ist doch eigenartig, stimmts? Ja, wir waren bereit, uns zu integrieren und umzuorientieren. Oder kennt evtl. jemand ein Beispiel, dass sich ehemalige MfS Leute zum Terroristen entwickelt hätten?.
Aber das nur zur Einführung

Um es gleich vorweg zu nehmen, mir ist nicht bekannt, ob sich irgendwann oder irgendwo ein ehemaliger Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit öffentlich, oder, so wie ich, auf diesem Weg, für etwas entschuldigt hat, was er während seiner Dienstzeit im Rahmen der Erfüllung seiner Aufgaben bereuen müsste, oder ob er anderen Menschen Leid zugefügt hat. Ich hatte auch absolut kein Interesse, herauszubekommen, ob es jemand getan hat oder nicht.
Ich vertrete meine eigenen Ansichten und Einsichten.
Und das hat auch seinen Grund:
Jeder Mitarbeiter dieser Zeit, muss für sich selbst herausfinden, ob er sich bewusst außerhalb der DDR-Gesetzgebung bewegt hat oder nicht. Und nur das zählt, nichts anderes. Ich behaupte, dass sich ab der mittleren und unteren Leitungsebene, bis zum letzten, offiziellen Mitarbeiter des MfS, in Ausübung der ihm auferlegten Befehle und Weisungen, keiner für irgendeine Form individueller Schuld, schuldig fühlen muss. Vorausgesetzt, er hat sich nicht aus purer Karrieregeilheit schuldig gemacht Einige Schlaue werden natürlich jetzt wieder sagen: "Das kennen wir: wir haben ja nur Befehle ausgeführt", oder“: davon habe ich nichts gewusst." ( Siehe Nazizeit)
So leicht werde ich es mir nicht machen. Diese Sprüche hatten vielleicht zu Zeiten der Abrechnung mit dem Naziregime ihre Berechtigung (oder auch nicht), aber dazu komme ich noch. Also, diese Sprüche zu verwenden wäre von unserer (meiner) Seite im Umgang mit DDR- u. MfS Aufarbeitung ziemlich dümmlich und zeugt davon, dass die, die dies doch aussprechen, kein echtes Interesse an Aufarbeitung haben, oder es in dieser, jetzigen Gesellschaft so satt haben, dass sie jeden zum Teufel wünschen.
Aber eins sage ich auf jeden Fall jetzt:
Ich schäme mich aufrichtig und ehrlich,
für die arrogante, dümmliche und teilweise verblödete, auf eine völlig danebenliegende und permanente Fehleinschätzungen beruhende Politik einiger Führungskräfte von Partei und Staatsführung der DDR. Auch aus den eigenen Reihen. Und daraus und nur daraus lässt sich die Verantwortung von Mitarbeitern des MfS ableiten. Ich werde mir nicht anmaßen, die Verantwortlichkeiten hoher Führungsoffiziere des MfS zu bewerten. Das tun sie selbst oder auch nicht. Es gibt dazu einige Internetseiten. Aber das ist deren Einschätzung und die brauche ich nicht, weil sie meines Erachtens zu sehr nach Rechtfertigung riechen. Ich schäme mich aufrichtig und ehrlich für Fehleinschätzungen und den daraus resultierenden Maßnahmen gegen Menschen vorzugehen, die die DDR verbessern wollten, aber sich nicht ins Konzept der o.g. Kategorie von dümmlichen, arroganten usw...Politiker zwängen lassen wollten und sie dadurch in ihren Menschenrechten und ihrer Menschenwürde verletzten, demütigten.
Ich schäme mich aufrichtig und ehrlich,
für die völlig verblödeten Maßnahmen gegen ausreisewillige Personen nach WD zur damaligen Zeit. Tage und Nächte haben wir hilflos und aus absolut subjektiver Sichtweise damit zugebracht, zu bewerten, wer sollte übersiedeln dürfen und wer nicht. Aber was für hervorragende Menschen sind uns damit verlorengegangen. Und das nur weil es die o.g. arrogante. usw. Politik nicht vermocht hatte, aus dieser einmaligen ( zumindest die nächsten Jahrzehnte) gebotenen Chance, die uns die Geschichte gegeben hatte, mehr zu machen. Ich schäme mich aufrichtig und ehrlich und das aus tiefster Seele,
für das armselige, hilflose, peinliche und beschämende Auftreten unseres Ministers Mielke vor der Volkskammer. Ich sage es ganz ehrlich, ich habe geheult. Aber nicht weil er mir leid tat. Ich habe geheult, weil mir ab dem Moment das klar geworden ist, was ich bisher geschrieben habe. Mir gingen dabei die bis dahin abgelaufenen 4 Jahrzehnte DDR Geschichte durch den Kopf (dazu mehr in: Wer bin ich.) Soweit vorerst dazu, wofür ich mich schäme und entschuldige

Jetzt das, wofür ich mich nicht schäme und in keinster Weise entschuldige
1. Nie und nimmer werde ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich für die Umsetzung der Inhalte der Verfassung eingesetzt habe. Einer Verfassung, die tausend mal besser war als die jetzige. Aber sie war leider nur beschriebenes Papier.Und ich spreche jedem das Recht ab, der diese Grundprinzipien für unser ( besser: mein) Handeln nicht gelesen hat und damit niemals nachvollziehen kann, wie ich 25 Jahre lang, Sinn und Inhalt, Moral und Anspruch, Ehre und Entbehrungen, Erniedrigungen und Demütigungen, Disziplin und maximaler Einsatz, mit meinen Gewissen vereinbaren musste und auch wollte. Mir kommt der Kaffee von vor 15/16 Jahren hoch, wenn ich daran denke, in welch dümmlicher, einfältiger Art und Weise eine Vielzahl der Runden Tisch Mitglieder von damals, sich anmaßten, über Privilegien ehemaliger MfS Mitarbeitern zu richten. In diesen Zusammenhang muss ich nochmals erwähnen ich spreche nur von dem was ich weiß, also von der mittleren und unteren Leitungsebene bis zum op. Mitarbeiter. Ob die höheren und obersten Leitungsebenen welche hatten, weiß ich nicht, ist aber auszuschließen, denn für Geheimdienstmitarbeiter des MfS im allgemeinen und im besonderen galt das Gesetz. D.H: Wer sich ohne dienstlicher Notwendigkeit Vorteile anmaßt, wird bestraft. Und wie dies aussah, kann, wer will, nachlesen in: Wer ich bin. Sollten andere Privilegien bekanntgeworden sein, dann waren dies mit Sicherheit illegale. Wir hatten nur ein Privileg und das war unser Eid: Tag und Nacht einsatzbereit zu sein, die persönlichen Interessen unter denen der Politik von Partei und Regierung zu stellen, seine Moral und Lebensweise den kommunistischen Idealen anzupassen usw. usf. . Kleine Abweichungen davon wurden getadelt, größere wurden bestraft und das mit aller Härte. Und hier weiß ich am besten wovon ich spreche. Aber dazu später. Bei dieser Gelegenheit sei mir die Frage gestattet: Wer war freier in der DDR? Ich schildere hier nur Fakten und möchte nie und nimmer den Eindruck erwecken, dass auch wir (oder ich) auch so was wie Opfer waren, höchsten im philosophischen Sinne wäre dies zu überlegen.
2.Ich kann und werde mich nicht dafür entschuldigen,
was außerhalb meines Verantwortungsbereiches geschehen ist. Was z. B. im Rahmen des Missbrauches der edlen Ziele kommunistischer Ideale geschehen ist. Aber ich kann mich dafür schämen. Übrigens, die Christen brauchen sich hier auch nicht auf die Schultern klopfen. Die Geschichte strotzt geradezu von Massakern, die im Namen der Christenheit an unschuldigen Völkern geschehen sind. Genauso wie es im Namen des Kommunismus geschehen ist. Und wenn ich von Edel und Ideale spreche, meine ich nur deren philosophischen Gehalt und nicht den wissenschaftlichen, denn da habe ich auch meine Zweifel, ob der historische und dialektische Materialismus mit all seinen Gesetzmäßigkeiten dem Absoluten näher kommt, oder nicht doch die hegelsche Dialektik den kommenden Fortschritt oder kommende Gesellschaften, besser interpretiert. Aber wesentliche Bestandteile des Marxismus haben sich in der Gegenwart voll und ganz bestätigt.
Ich kann und werde mich natürlich nicht dafür entschuldigen, was für abartige Erscheinungsform der Stalinismus, der chinesische Vertreibungs- - u. Vernichtungswahn oder Pol Pot und was weiß ich, was es noch für perverse Personen waren, die die echten und guten kommunistischen Ideale missbraucht und verraten haben. Aber ich kann mich dafür nur schämen. Bei dieser Gelegenheit darf man doch auch mal fragen, wer war oder woher kamen Hitler, Pinochet, wie viele Menschen mussten sterben durch die USA Politik? Mit Sicherheit kann ich dazu sagen, dass dies keine Kommunisten waren. Aber das ist auch eine andere Geschichte.Und dazu passt eigentlich ganz aktuell die Kommunimusdepatte im Bundestag, bei der es um eine Bemerkung der Vorsitzenden Der LINKSPARTEI ging, die zur Zukunft des Kommunismus einiges Verwirrendes gesagt hatte. Allerdings verwirrend nur für die, die es so sehen wollten. Die hysterische Schreierei, insbesondere der Klugscheißer, war Anlass für einige Redner das Teufelsbild vom Kommunismus vorzuführen und auf die Millionen Toten zu verweisen.Aber hier erkennt man wieder einmal (aber nur wer will) wie heuchlerisch doch solche Angriffe sein können. Denn wer von den CDU Politikern ( insbesondere Frau Birthler) erinnert sich schon gern daran, wieviele Millionen Tode dem Missbrauch des christlichen Glaubens zu verdanken sind. Sie hätten alle am Rednerpult des Bundestages vor Scham erröten müssen. Oder wieviel Kanonen im 2.Weltkrieg wurden denn von Priestern gesegnet?.Es ist alles schnell vergessen, nur das nicht, was uns Stasischweine anbelangt.

G.K

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